Amerikanische Mädchennamen 1

Amerikanische Mädchennamen

Amerikanische Mädchennamen sind Namen, die in den USA entstanden oder dort besonders verbreitet sind – etwa Harper, Madison, Brooklyn oder Willow. Diese Übersicht zeigt 34 solcher Namen mit Herkunft und Bedeutung. Zu jedem Namen sehen Sie den offiziellen US-Rang 2025 der Social Security Administration (SSA) und den Platz in Deutschland. Viele dieser Namen sind in den USA sehr häufig, in Deutschland aber noch selten.

Die beliebtesten Mädchennamen in den USA 2025

Die SSA wertet jedes Jahr die Anträge auf eine Sozialversicherungsnummer für Neugeborene aus und veröffentlicht die 1.000 häufigsten Namen. 2025 stand Olivia zum siebten Mal in Folge auf Platz 1. Charlotte stieg auf Platz 2 und verdrängte Emma. Die Top 10: Olivia, Charlotte, Emma, Amelia, Sophia, Mia, Isabella, Evelyn, Sofia und Eliana.

Die meisten dieser Spitzennamen sind keine typisch amerikanischen Namen. Emma steht auch in Deutschland auf Platz 2, Charlotte auf Platz 24, Olivia auf Platz 45. Diese Liste konzentriert sich deshalb auf Namen, die für die USA typisch sind. Wichtig beim Lesen: Die SSA fasst Schreibvarianten nicht zusammen (Sophia und Sofia zählen getrennt), die deutsche Liste von beliebte-vornamen.de dagegen schon.

Was einen Namen typisch amerikanisch macht

  • Familiennamen als Vornamen: Madison, Harper oder Avery waren ursprünglich Nachnamen.
  • Orts- und Landschaftsnamen: Brooklyn, Savannah, Paisley.
  • Unisex-Namen: Riley, Quinn oder Emery wurden früher vor allem Jungen gegeben und sind heute überwiegend Mädchennamen.
  • Wortnamen: Blumen, Bäume und Jahreszeiten wie Violet, Willow oder Autumn.
  • Neuschöpfungen: Nevaeh ist „heaven“ rückwärts geschrieben.

Familiennamen als Vornamen

Viele dieser Namen enden auf -son („Sohn des …“). Dass daraus Mädchennamen wurden, ist eine amerikanische Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

NameHerkunftBedeutungUSA 2025 (SSA)Deutschland 2025
Madisonenglischer Familienname„Sohn des Matthew“ oder „Sohn der Maud“; als Mädchenname beliebt seit dem Film „Splash“ (1984)Platz 40nicht in Top 500
Harperenglischer FamiliennameBerufsname: „Harfenspieler“; bekannt durch die Autorin Harper LeePlatz 16nicht in Top 500
Averyenglischer Familienname normannischer Herkunftvon Alberich (alb „Elf“ + rīhhi „Herrscher“) oder AlfredPlatz 37nicht in Top 500
Addisonenglischer Familienname„Sohn des Adam“Platz 84nicht in Top 500
Emersonenglischer Familienname„Sohn des Emery“Platz 122nicht in Top 500
Sloaneirischer Familienname (Ó Sluaghadháin)zu irisch sluaghadh „Heereszug, Aufgebot“Platz 141nicht in Top 500
Parkerenglischer Berufsname„Hüter des (Wild-)Parks“Platz 106nicht in Top 500
Mackenzieschottischer Familienname (MacCoinnich)„Sohn des Coinneach“ (caín „schön, gut“)Platz 228nicht in Top 500

Orts- und Landschaftsnamen

Hinter vielen dieser Namen stecken englische Ortsnamen mit der Endung -ley (altenglisch lēah „Wald, Lichtung“).

NameHerkunftBedeutungUSA 2025 (SSA)Deutschland 2025
Brooklynnach dem New Yorker Stadtteil (niederländisch Breukelen)„Bruchland“ oder „Marschland“Platz 118nicht in Top 500
Savannahenglisch, aus dem Taíno (sabana)„Grasebene, Savanne“; auch Stadt in GeorgiaPlatz 135nicht in Top 500
Paisleyschottischer Familien- und Ortsname (Stadt bei Glasgow)Namensgeber des Paisleymusters; evtl. von lateinisch basilica „Kirche“Platz 67nicht in Top 500
Kinsleyenglischer Familienname nach einem Ortsnamen„Lichtung des Cyne“ (cyne „königlich“)Platz 93nicht in Top 500
Everlyenglischer Familienname nach einem Ortsnameneofor „Eber“ + lēah „Wald, Lichtung“Platz 91nicht in Top 500
Hadleyenglischer Familienname nach einem Ortsnamen„Heidefeld“Platz 121nicht in Top 500

Unisex-Namen

Diese Namen werden in den USA an Mädchen und Jungen vergeben, heute aber überwiegend an Mädchen.

NameHerkunftBedeutungUSA 2025 (SSA)Deutschland 2025
Rileyirischer Familienname (Reilly) oder englischer Ortsnameenglisch „Roggenlichtung“; die irische Form ist ungedeutetPlatz 48nicht in Top 500
SkylarVariante von Schuyler (niederländischer Familienname)„Gelehrter“Platz 167nicht in Top 500
Peytonenglischer Familienname nach einem Ortsnamen„Siedlung des Pæga“Platz 199nicht in Top 500
Emerynormannische Form von Emmerichgermanischer Name mit rīhhi „Herrscher“Platz 74nicht in Top 500
Rowanirisch (Ruadhán); englisch rowan„kleiner Roter“; englisch auch „Eberesche“Platz 249nicht in Top 500
Quinnirischer Familienname (Ó Cuinn)von Conn: „Verstand“ oder „Oberhaupt“Platz 97nicht in Top 500

Vintage-Namen und Klassiker

Diese Namen haben in der englischsprachigen Welt eine lange Tradition und sind in den USA wieder weit oben: Evelyn steht 2025 auf Platz 8, Eleanor auf Platz 12. In Deutschland sind sie noch selten.

NameHerkunftBedeutungUSA 2025 (SSA)Deutschland 2025
Evelynenglischer Familienname, von Avelinegermanisch awi, Bedeutung unbekanntPlatz 8Platz 171
Scarlettenglischer BerufsnameHändler oder Hersteller von Scharlachtuch; Heldin in „Vom Winde verweht“Platz 32nicht in Top 500
Aubreyenglisch, von altfranzösisch Auberi (Alberich)alb „Elf“ + rīhhi „Herrscher“Platz 146nicht in Top 500
Eleanoraltfranzösisch, von okzitanisch AlienòrHerkunft unsicher; Eleonore von AquitanienPlatz 12Platz 363
Abigailhebräisch„mein Vater ist Freude“Platz 41Platz 434
SadieenglischKoseform von Sarah: hebräisch „Fürstin, Herrin“Platz 50nicht in Top 500

Natur- und Wortnamen

Wortnamen sind in den USA einer der stärksten Trends. Neu ist die Mode nicht: Hazel stand in den USA schon 1897 auf Platz 18.

NameHerkunftBedeutungUSA 2025 (SSA)Deutschland 2025
Hazelenglisch„Hasel(nuss)“, auch „haselnussbraun“Platz 21nicht in Top 500
Violetenglisch, von lateinisch viola„Veilchen“Platz 13nicht in Top 500
Willowenglisch„Weide“ (Baum)Platz 44nicht in Top 500
Daisyenglisch„Gänseblümchen“ (altenglisch dæges ēage „Auge des Tages“)Platz 75nicht in Top 500
Autumnenglisch, von lateinisch autumnus„Herbst“Platz 88nicht in Top 500
Juniperenglisch, von lateinisch iuniperus„Wacholder“Platz 100nicht in Top 500
Magnoliaenglisch„Magnolie“, benannt nach dem Botaniker Pierre MagnolPlatz 124nicht in Top 500
Nevaehamerikanische Neuschöpfung„heaven“ (Himmel) rückwärts gelesen; seit 2000 verbreitetPlatz 165nicht in Top 500

Amerikanische Namen in Deutschland: Das sagt das Standesamt

In Deutschland gibt es kein Gesetz mit einer Liste erlaubter Namen. Das Standesamt prüft jeden Namen nach einigen Grundsätzen. Für amerikanische Namen sind diese besonders wichtig:

  1. Kein reiner Familien- oder Ortsname. Das Familienportal des Bundes nennt diese Grenze ausdrücklich. Madison, Harper oder Brooklyn gehen auf solche Namen zurück. Entscheidend ist, ob sie als Vorname belegt sind. Die GfdS verlangt dafür seriöse Quellen – die SSA-Statistik zeigt, dass diese Namen in den USA als Vornamen vergeben werden. Ob das Standesamt einen Namen einträgt, entscheidet es im Einzelfall.
  2. Das Geschlecht sollte erkennbar sein. Mädchen dürfen Mädchennamen oder geschlechtsneutrale Namen tragen, gegebenenfalls ergänzt durch einen weiteren, eindeutig weiblichen Namen. Bei Unisex-Namen wie Riley, Quinn oder Rowan empfiehlt die GfdS einen solchen Zweitnamen.
  3. Keine Alltagswörter. Wörter aus dem deutschen Alltagswortschatz (Beispiele der GfdS: Mut, Hoffnung) sind keine Vornamen. Englische Wortnamen wie Willow oder Autumn sind in den USA als Vornamen belegt. Rechnen Sie aber damit, dass das Standesamt einen Nachweis verlangt.
  4. Gutachten bei Zweifeln. Die GfdS erstellt gegen Gebühr Gutachten zu ausländischen und seltenen Namen, die Sie dem Standesamt vorlegen können.

Tipps für die Wahl eines amerikanischen Namens

  • Aussprache im Deutschen testen. Harper, Avery oder Aubrey werden englisch ausgesprochen. Überlegen Sie, ob Ihr Kind den Namen ständig korrigieren muss.
  • Schreibweise festlegen. In den USA gibt es viele Varianten (Skylar, Skyler, Schuyler). Wählen Sie die Form, die im Deutschen am eindeutigsten gelesen wird.
  • Nicht nur auf Trends setzen. Nevaeh erreichte 2010 Platz 25 in den USA und liegt 2025 auf Platz 165. Namen, die schnell aufsteigen, können auch schnell altmodisch wirken.
  • Mit dem Nachnamen kombinieren. Englische Vornamen und deutsche Nachnamen können hart aufeinandertreffen. Sprechen Sie die Kombination mehrmals laut aus.

Weitere Namenslisten

Quellen

Melanie ist eine Marketing-Managerin mit einer Leidenschaft für Kreativität und Innovation. Neben ihrer beruflichen Laufbahn schreibt Melanie für Parifar und verbindet dabei ihre beiden anderen Hobbies - Reisen und DIY.

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