Die 100 beliebtesten Jungennamen 2025
Welche Jungennamen haben Eltern in Deutschland 2025 am häufigsten vergeben? Die Antwort liefern zwei unabhängige Auswertungen: die offizielle Rangliste der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), die am 9. Juni 2026 erschienen ist, und die Top-500-Liste des Namensforschers Knud Bielefeld (beliebte-vornamen.de). Hier finden Sie beide Listen, die Bedeutung der Top-10-Namen und die wichtigsten Trends des Jahrgangs.

Kurz gesagt: Noah ist zum wiederholten Mal der beliebteste Jungenname Deutschlands. Die größten Aufsteiger sind Theo (von Platz 7 auf 3) und Leo (von Platz 12 auf 4). Die nächste GfdS-Auswertung für den Jahrgang 2026 wird im Laufe des Jahres 2027 erwartet; bis dahin ist die Liste 2025 der aktuelle Stand (Oktober 2026).
Top 10 der Jungennamen 2025 (GfdS)
Die GfdS wertet die Daten der Standesämter aus. Für 2025 haben 749 Standesämter mehr als 830.000 Einzelnamen gemeldet – das sind fast 91 % aller in Deutschland vergebenen Vornamen. Gezählt wird hier nur der Erstname; gleich klingende Schreibweisen wie Luca/Luka werden zusammengefasst.
| Platz 2025 | Name | Platz 2024 | Anteil* |
|---|---|---|---|
| 1 | Noah | 1 | 1,48 % |
| 2 | Mat(h)eo / Matt(h)eo | 2 | 1,32 % |
| 3 | Theo | 7 | 1,08 % |
| 4 | Leo | 12 | 1,08 % |
| 5 | Emil | 8 | 1,05 % |
| 6 | Leon | 3 | 1,03 % |
| 7 | Elias | 9 | 1,03 % |
| 8 | Paul | 5 | 1,02 % |
| 9 | Luca / Luka | 4 | 1,02 % |
| 10 | Henry / Henri | 6 | 1,00 % |
* Anteil an allen vergebenen männlichen Erstnamen. Quelle: GfdS, „Die beliebtesten Vornamen 2025“.
Was bedeuten die Prozentwerte im Alltag? Ein Anteil von 1,48 % heißt: Etwa jeder 68. neugeborene Junge heißt mit Erstnamen Noah. Die Namensvielfalt ist groß: Insgesamt meldeten die Standesämter für 2025 fast 65.000 verschiedene Vornamen.
Zählt man Erst- und Zweitnamen zusammen (GfdS-Gesamtliste), liegen Noah, Mat(h)eo/Matt(h)eo und Paul vorn. Paul ist vor allem als Zweitname sehr beliebt.

Grafik auf der eigenen Website einbetten →
Sie dürfen die Grafik kostenlos auf Ihrer Website verwenden, wenn Sie parifar.com als Quelle verlinken. Kopieren Sie dazu diesen Code:
Die Top 100 Jungennamen 2025
Die GfdS veröffentlicht frei zugänglich nur die Top 10. Eine längere Rangliste stellt Knud Bielefeld zusammen: Seine Auswertung beruht auf rund 260.000 Geburtsmeldungen, das sind etwa 40 % aller in Deutschland geborenen Kinder. Weil Methode und Datenbasis anders sind, weichen die Plätze leicht von der GfdS-Liste ab (dazu mehr weiter unten).
- Noah
- Matteo
- Elias
- Theo
- Leo
- Luca
- Paul
- Leon
- Emil
- Felix
- Henry
- Louis
- Liam
- Anton
- Finn
- Mohammed
- Ben
- Levi
- Oskar
- Jakob
- Lukas
- Milan
- Maximilian
- Adam
- Jonas
- Jonah
- David
- Carlo
- Samuel
- Lio
- Emilio
- Karl
- Moritz
- Linus
- Raphael
- Mats
- Max
- Jannis
- Alexander
- Leano
- Jonathan
- Milo
- Toni
- Theodor
- Aaron
- Malik
- Valentin
- Mika
- Leonard
- Gabriel
- Johann
- Marlon
- Julian
- Hannes
- Vincent
- Maxim
- Arian
- Kilian
- Bruno
- Adrian
- Kian
- Lian
- Ludwig
- Daniel
- Arthur
- Erik
- Konstantin
- Benjamin
- Miran
- Amir
- Ali
- Fiete
- Nico
- Philipp
- Ilyas
- Hamza
- Levin
- Tom
- Joshua
- Elian
- Enno
- Luan
- Niklas
- Fritz
- Tim
- Julius
- Rayan
- Johannes
- Noel
- Mattis
- Lennard
- Yusuf
- Marlo
- Simon
- Thilo
- Lasse
- Zayn
- Marc
- Leopold
- Aras
Quelle: beliebte-vornamen.de, „Top 500 – Deutschlands häufigste Babynamen des Jahres 2025“ (Knud Bielefeld).
Warum sich die beiden Ranglisten unterscheiden
In Deutschland gibt es keine amtliche Vornamenstatistik. Beide Listen sind deshalb Hochrechnungen – mit unterschiedlichen Stärken:
- GfdS: Daten direkt von den Standesämtern, sehr große Abdeckung (fast 91 %), nur Erstnamen, gleich klingende Schreibweisen zusammengefasst. Nachteil: öffentlich sind nur die Top 10.
- beliebte-vornamen.de: Stichprobe aus Geburtsmeldungen (etwa 40 %), dafür eine frei einsehbare Liste mit 500 Namen pro Geschlecht.
Deshalb steht etwa Elias bei Bielefeld auf Platz 3, bei der GfdS auf Platz 7. Für die Namenswahl ist das unerheblich: Alle Namen der Top 10 liegen in beiden Listen dicht beieinander.
Die Trends bei Jungennamen 2025
1. Kurze Namen auf -o
Theo und Leo sind die Aufsteiger des Jahres, Matteo hält Platz 2. In der Top 100 finden sich weitere Namen mit der Endung -o: Carlo, Lio, Emilio, Leano, Milo, Bruno und Marlo. Die GfdS sieht darin einen klaren Trend zu „kurzen, prägnanten Namen“.
2. Urgroßvater-Namen sind zurück
Emil, Anton, Oskar, Karl, Theodor, Johann, Ludwig, Fritz und Leopold klangen vor 30 Jahren altmodisch. Heute stehen sie alle in der Top 100.
3. International verständlich
Viele Eltern wählen Namen, die in mehreren Sprachen funktionieren: Noah, Liam, Henry, Louis, David, Samuel oder Adam. Gleichzeitig spiegeln Mohammed, Malik, Amir, Ali, Ilyas, Hamza, Yusuf und Zayn die Vielfalt der Familien in Deutschland wider.
4. Regionale Unterschiede
Laut GfdS werden im Süden Deutschlands häufiger christliche und biblische Namen vergeben als im Norden. Auch zwischen Ost und West gibt es weiterhin Unterschiede. Norddeutsch-friesische Namen wie Fiete, Enno, Mats oder Lasse sind vor allem im Norden verbreitet.
Bedeutung und Herkunft der Top-10-Namen
| Name | Herkunft | Bedeutung |
|---|---|---|
| Noah | hebräisch | „Ruhe“, „Trost“ |
| Matteo | italienische Form von Matthäus (hebräisch) | „Geschenk Gottes“ |
| Theo | Kurzform von Theodor (griechisch) | „Geschenk Gottes“ |
| Leo | lateinisch | „Löwe“ |
| Emil | vom römischen Familiennamen Aemilius | „der Eifrige“, „der Wetteifernde“ |
| Leon | griechisch | „Löwe“ |
| Elias | hebräisch (Elija) | „Mein Gott ist Jahwe“ |
| Paul | lateinisch (Paulus) | „der Kleine“ |
| Luca | italienische Form von Lukas | „der aus Lukanien Stammende“ |
| Henry | englische Form von Heinrich (althochdeutsch) | „Herrscher des Hauses“ |
5 Tipps für die Wahl des Jungennamens
- Laut aussprechen – mit Nachnamen. „Leo Löwe“ oder „Noah Noack“ klingen auf dem Papier harmloser als im Kindergarten.
- Initialen prüfen. Vor- und Nachname sollten keine ungewollten Abkürzungen ergeben.
- Schreibweise festlegen. Bei Namen wie Matteo/Mateo oder Luca/Luka muss Ihr Kind die Schreibweise sonst ein Leben lang buchstabieren.
- Beliebtheit einordnen. Selbst beim Spitzenreiter Noah heißt nur etwa jeder 68. Junge so. Die Sorge, dass fünf Kinder in der Kita gleich heißen, ist heute meist unbegründet.
- Zweitnamen nutzen. Ein Familienname als Zweitname (z. B. Karl oder Johann) verbindet Tradition mit einem modernen Rufnamen.







