Jungen

Die 100 beliebtesten Jungennamen 2025

Melanie Groß
Redaktion parifar
Aktualisiert am 24.10.20264 Min. Lesezeit2 Quellen geprüft

Welche Jungennamen haben Eltern in Deutschland 2025 am häufigsten vergeben? Die Antwort liefern zwei unabhängige Auswertungen: die offizielle Rangliste der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), die am 9. Juni 2026 erschienen ist, und die Top-500-Liste des Namensforschers Knud Bielefeld (beliebte-vornamen.de). Hier finden Sie beide Listen, die Bedeutung der Top-10-Namen und die wichtigsten Trends des Jahrgangs.

Lachender kleiner Junge vor einem Sonnenblumenfeld
Noah, Matheo und Theo führten 2025 die Vornamen-Hitliste der Jungen an. Foto: Pixabay (Pixabay-Inhaltslizenz)

Kurz gesagt: Noah ist zum wiederholten Mal der beliebteste Jungenname Deutschlands. Die größten Aufsteiger sind Theo (von Platz 7 auf 3) und Leo (von Platz 12 auf 4). Die nächste GfdS-Auswertung für den Jahrgang 2026 wird im Laufe des Jahres 2027 erwartet; bis dahin ist die Liste 2025 der aktuelle Stand (Oktober 2026).

Top 10 der Jungennamen 2025 (GfdS)

Die GfdS wertet die Daten der Standesämter aus. Für 2025 haben 749 Standesämter mehr als 830.000 Einzelnamen gemeldet – das sind fast 91 % aller in Deutschland vergebenen Vornamen. Gezählt wird hier nur der Erstname; gleich klingende Schreibweisen wie Luca/Luka werden zusammengefasst.

Platz 2025NamePlatz 2024Anteil*
1Noah11,48 %
2Mat(h)eo / Matt(h)eo21,32 %
3Theo71,08 %
4Leo121,08 %
5Emil81,05 %
6Leon31,03 %
7Elias91,03 %
8Paul51,02 %
9Luca / Luka41,02 %
10Henry / Henri61,00 %

* Anteil an allen vergebenen männlichen Erstnamen. Quelle: GfdS, „Die beliebtesten Vornamen 2025“.

Was bedeuten die Prozentwerte im Alltag? Ein Anteil von 1,48 % heißt: Etwa jeder 68. neugeborene Junge heißt mit Erstnamen Noah. Die Namensvielfalt ist groß: Insgesamt meldeten die Standesämter für 2025 fast 65.000 verschiedene Vornamen.

Zählt man Erst- und Zweitnamen zusammen (GfdS-Gesamtliste), liegen Noah, Mat(h)eo/Matt(h)eo und Paul vorn. Paul ist vor allem als Zweitname sehr beliebt.

Infografik: Top 5 Jungennamen 2025 – Erstnamen laut GfdS, Anteil an allen Jungen
Infografik: parifar.com. Quelle: Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS)
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Die Top 100 Jungennamen 2025

Die GfdS veröffentlicht frei zugänglich nur die Top 10. Eine längere Rangliste stellt Knud Bielefeld zusammen: Seine Auswertung beruht auf rund 260.000 Geburtsmeldungen, das sind etwa 40 % aller in Deutschland geborenen Kinder. Weil Methode und Datenbasis anders sind, weichen die Plätze leicht von der GfdS-Liste ab (dazu mehr weiter unten).

  1. Noah
  2. Matteo
  3. Elias
  4. Theo
  5. Leo
  6. Luca
  7. Paul
  8. Leon
  9. Emil
  10. Felix
  11. Henry
  12. Louis
  13. Liam
  14. Anton
  15. Finn
  16. Mohammed
  17. Ben
  18. Levi
  19. Oskar
  20. Jakob
  21. Lukas
  22. Milan
  23. Maximilian
  24. Adam
  25. Jonas
  26. Jonah
  27. David
  28. Carlo
  29. Samuel
  30. Lio
  31. Emilio
  32. Karl
  33. Moritz
  34. Linus
  35. Raphael
  36. Mats
  37. Max
  38. Jannis
  39. Alexander
  40. Leano
  41. Jonathan
  42. Milo
  43. Toni
  44. Theodor
  45. Aaron
  46. Malik
  47. Valentin
  48. Mika
  49. Leonard
  50. Gabriel
  51. Johann
  52. Marlon
  53. Julian
  54. Hannes
  55. Vincent
  56. Maxim
  57. Arian
  58. Kilian
  59. Bruno
  60. Adrian
  61. Kian
  62. Lian
  63. Ludwig
  64. Daniel
  65. Arthur
  66. Erik
  67. Konstantin
  68. Benjamin
  69. Miran
  70. Amir
  71. Ali
  72. Fiete
  73. Nico
  74. Philipp
  75. Ilyas
  76. Hamza
  77. Levin
  78. Tom
  79. Joshua
  80. Elian
  81. Enno
  82. Luan
  83. Niklas
  84. Fritz
  85. Tim
  86. Julius
  87. Rayan
  88. Johannes
  89. Noel
  90. Mattis
  91. Lennard
  92. Yusuf
  93. Marlo
  94. Simon
  95. Thilo
  96. Lasse
  97. Zayn
  98. Marc
  99. Leopold
  100. Aras

Quelle: beliebte-vornamen.de, „Top 500 – Deutschlands häufigste Babynamen des Jahres 2025“ (Knud Bielefeld).

Warum sich die beiden Ranglisten unterscheiden

In Deutschland gibt es keine amtliche Vornamenstatistik. Beide Listen sind deshalb Hochrechnungen – mit unterschiedlichen Stärken:

  • GfdS: Daten direkt von den Standesämtern, sehr große Abdeckung (fast 91 %), nur Erstnamen, gleich klingende Schreibweisen zusammengefasst. Nachteil: öffentlich sind nur die Top 10.
  • beliebte-vornamen.de: Stichprobe aus Geburtsmeldungen (etwa 40 %), dafür eine frei einsehbare Liste mit 500 Namen pro Geschlecht.

Deshalb steht etwa Elias bei Bielefeld auf Platz 3, bei der GfdS auf Platz 7. Für die Namenswahl ist das unerheblich: Alle Namen der Top 10 liegen in beiden Listen dicht beieinander.

1. Kurze Namen auf -o

Theo und Leo sind die Aufsteiger des Jahres, Matteo hält Platz 2. In der Top 100 finden sich weitere Namen mit der Endung -o: Carlo, Lio, Emilio, Leano, Milo, Bruno und Marlo. Die GfdS sieht darin einen klaren Trend zu „kurzen, prägnanten Namen“.

2. Urgroßvater-Namen sind zurück

Emil, Anton, Oskar, Karl, Theodor, Johann, Ludwig, Fritz und Leopold klangen vor 30 Jahren altmodisch. Heute stehen sie alle in der Top 100.

3. International verständlich

Viele Eltern wählen Namen, die in mehreren Sprachen funktionieren: Noah, Liam, Henry, Louis, David, Samuel oder Adam. Gleichzeitig spiegeln Mohammed, Malik, Amir, Ali, Ilyas, Hamza, Yusuf und Zayn die Vielfalt der Familien in Deutschland wider.

4. Regionale Unterschiede

Laut GfdS werden im Süden Deutschlands häufiger christliche und biblische Namen vergeben als im Norden. Auch zwischen Ost und West gibt es weiterhin Unterschiede. Norddeutsch-friesische Namen wie Fiete, Enno, Mats oder Lasse sind vor allem im Norden verbreitet.

Bedeutung und Herkunft der Top-10-Namen

NameHerkunftBedeutung
Noahhebräisch„Ruhe“, „Trost“
Matteoitalienische Form von Matthäus (hebräisch)„Geschenk Gottes“
TheoKurzform von Theodor (griechisch)„Geschenk Gottes“
Leolateinisch„Löwe“
Emilvom römischen Familiennamen Aemilius„der Eifrige“, „der Wetteifernde“
Leongriechisch„Löwe“
Eliashebräisch (Elija)„Mein Gott ist Jahwe“
Paullateinisch (Paulus)„der Kleine“
Lucaitalienische Form von Lukas„der aus Lukanien Stammende“
Henryenglische Form von Heinrich (althochdeutsch)„Herrscher des Hauses“

5 Tipps für die Wahl des Jungennamens

  1. Laut aussprechen – mit Nachnamen. „Leo Löwe“ oder „Noah Noack“ klingen auf dem Papier harmloser als im Kindergarten.
  2. Initialen prüfen. Vor- und Nachname sollten keine ungewollten Abkürzungen ergeben.
  3. Schreibweise festlegen. Bei Namen wie Matteo/Mateo oder Luca/Luka muss Ihr Kind die Schreibweise sonst ein Leben lang buchstabieren.
  4. Beliebtheit einordnen. Selbst beim Spitzenreiter Noah heißt nur etwa jeder 68. Junge so. Die Sorge, dass fünf Kinder in der Kita gleich heißen, ist heute meist unbegründet.
  5. Zweitnamen nutzen. Ein Familienname als Zweitname (z. B. Karl oder Johann) verbindet Tradition mit einem modernen Rufnamen.

Weitere Namenslisten

Quellen

Melanie Groß schreibt für parifar über Reisen, Selbermachen und Alltag. Jeder Ratgeber wird mit Quellen geprüft und regelmäßig aktualisiert.