Welche Mädchennamen haben Eltern in Deutschland 2025 am häufigsten gewählt? Grundlage dieser Übersicht sind die offizielle Rangliste der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) vom 9. Juni 2026 und die Top-500-Liste des Namensforschers Knud Bielefeld (beliebte-vornamen.de). Dazu erfahren Sie, was die Top-10-Namen bedeuten und welche Trends sich abzeichnen.
Kurz gesagt: Sophia/Sofia bleibt der beliebteste Mädchenname. Emma und Emilia haben die Plätze getauscht, Ella ist von Platz 7 auf 6 gestiegen.
Top 10 der Mädchennamen 2025 (GfdS)
Für 2025 haben 749 Standesämter mehr als 830.000 Einzelnamen an die GfdS gemeldet – fast 91 % aller in Deutschland vergebenen Vornamen. Gezählt wird der Erstname; gleich klingende Schreibweisen wie Hanna/Hannah werden zusammengefasst.
| Platz 2025 | Name | Platz 2024 | Anteil* |
|---|---|---|---|
| 1 | Sophia / Sofia | 1 | 1,33 % |
| 2 | Emma | 3 | 1,25 % |
| 3 | Emilia | 2 | 1,25 % |
| 4 | Mia | 4 | 1,01 % |
| 5 | Lina | 5 | 1,00 % |
| 6 | Ella | 7 | 0,94 % |
| 7 | Hanna / Hannah | 6 | 0,92 % |
| 8 | Klara / Clara | 9 | 0,92 % |
| 9 | Mila | 8 | 0,89 % |
| 10 | Lia / Liah | 10 | 0,86 % |
* Anteil an allen vergebenen weiblichen Erstnamen. Quelle: GfdS, „Die beliebtesten Vornamen 2025“.
Ein Anteil von 1,33 % bedeutet: Ungefähr jedes 75. neugeborene Mädchen heißt mit Erstnamen Sophia oder Sofia. Die Top 10 liegen sehr dicht beieinander – zwischen Platz 1 und Platz 10 liegt weniger als ein halber Prozentpunkt.
Zählt man Erst- und Zweitnamen zusammen (GfdS-Gesamtliste), führen Marie, Sophie/Sofie und Maria. Marie ist also vor allem als Zweitname gefragt: Als Erstname steht sie nicht in den Top 10.
Die Top 100 Mädchennamen 2025
Die GfdS veröffentlicht frei zugänglich nur die Top 10. Die folgende Liste stammt von Knud Bielefeld, der jedes Jahr rund 260.000 Geburtsmeldungen auswertet (etwa 40 % aller Geburten in Deutschland). Wegen der anderen Datenbasis weichen einzelne Plätze von der GfdS-Liste ab.
- Sophia
- Emma
- Emilia
- Hannah
- Lina
- Mia
- Clara
- Ella
- Mila
- Lia
- Leni
- Ida
- Lilly
- Mathilda
- Marie
- Frieda
- Maja
- Lea
- Emily
- Malia
- Amelie
- Anna
- Leonie
- Charlotte
- Nora
- Luisa
- Luna
- Romy
- Sophie
- Mira
- Amalia
- Juna
- Johanna
- Lotta
- Lara
- Helena
- Maria
- Thea
- Paula
- Elisa
- Sarah
- Lena
- Antonia
- Nele
- Olivia
- Ayla
- Victoria
- Elena
- Carla
- Elina
- Tilda
- Eva
- Aurelia
- Livia
- Hailey
- Isabella
- Mara
- Elli
- Carlotta
- Liana
- Alia
- Marlene
- Alma
- Amira
- Cleo
- Laura
- Fiona
- Zoe
- Paulina
- Arya
- Alina
- Merle
- Melina
- Eliana
- Aaliyah
- Josephine
- Luise
- Malea
- Alea
- Amelia
- Mina
- Rosalie
- Chiara
- Liv
- Julia
- Rosa
- Valentina
- Mariam
- Ava
- Malina
- Elisabeth
- Pauline
- Leyla
- Isabell
- Malou
- Pia
- Aylin
- Martha
- Amara
- Finja
Quelle: beliebte-vornamen.de, „Top 500 – Deutschlands häufigste Babynamen des Jahres 2025“ (Knud Bielefeld).
Warum sich die beiden Ranglisten unterscheiden
- GfdS: Daten der Standesämter, fast 91 % Abdeckung, nur Erstnamen, gleich klingende Schreibweisen zusammengefasst. Öffentlich sind nur die Top 10.
- beliebte-vornamen.de: Stichprobe aus Geburtsmeldungen (etwa 40 %), dafür eine frei einsehbare Liste mit 500 Namen pro Geschlecht.
So steht Hannah bei Bielefeld auf Platz 4, bei der GfdS auf Platz 7. Für Ihre Entscheidung spielt das kaum eine Rolle: Die Top-10-Namen sind in beiden Listen fast identisch.
Die Trends bei Mädchennamen 2025
1. Weiche Namen auf -a
Alle zehn GfdS-Spitzennamen enden – zumindest in einer Schreibweise – auf -a. Auch in der Top 100 dominieren kurze, vokalreiche Namen wie Mila, Lia, Juna, Malia, Amalia, Liana oder Alea.
2. Klassiker mit Retro-Charme
Frieda, Ida, Mathilda, Charlotte, Johanna, Antonia, Helena, Marlene und Martha waren lange aus der Mode. Heute stehen sie alle in der Top 100 – oft in der Kombination mit einem kurzen Zweitnamen.
3. International und mehrsprachig
Namen wie Emily, Olivia, Hailey, Ava oder Isabella klingen englisch. Ayla, Amira, Aaliyah, Mariam, Leyla und Aylin zeigen, wie vielfältig die Familien in Deutschland sind. Viele dieser Namen funktionieren in mehreren Sprachen gleich gut.
4. Regionale Unterschiede
Laut GfdS vergeben Eltern im Süden häufiger christliche und biblische Namen als im Norden. Auch zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es weiterhin Unterschiede in den Vorlieben.
Bedeutung und Herkunft der Top-10-Namen
| Name | Herkunft | Bedeutung |
|---|---|---|
| Sophia | griechisch | „Weisheit“ |
| Emma | germanisch, Kurzform von Namen mit Erm-/Irm- | „groß“, „allumfassend“ |
| Emilia | vom römischen Familiennamen Aemilius | „die Eifrige“ |
| Mia | Kurzform von Maria | über Maria: hebräischer Ursprung, Deutung umstritten |
| Lina | Kurzform von Namen wie Karolina oder Paulina | je nach Ursprungsname |
| Ella | Kurzform von Namen wie Elisabeth, Eleonore oder Gabriella | je nach Ursprungsname |
| Hanna | hebräisch | „Gnade“, „Anmut“ |
| Klara | lateinisch | „die Helle“, „die Berühmte“ |
| Mila | slawisch, auch Kurzform von Ludmila oder Camilla | „lieb“, „angenehm“ |
| Lia | Kurzform von Namen wie Julia oder Amelia | je nach Ursprungsname |
5 Tipps für die Wahl des Mädchennamens
- Mit Nachnamen testen. Sprechen Sie Vor- und Nachnamen mehrmals laut aus – auch in der Rufform über den Spielplatz.
- Auf Doppelvokale achten. Endet der Vorname auf -a und beginnt der Nachname mit A (Mila Albers), verschwimmen die Wörter leicht.
- Schreibweise festlegen. Bei Sophia/Sofia, Hanna/Hannah oder Klara/Clara wird Ihr Kind oft nach der Schreibweise gefragt.
- Beliebtheit einordnen. Selbst der Spitzenreiter kommt nur auf gut 1 % aller Mädchen.
- Zweitnamen bewusst wählen. Marie, Sophie oder ein Familienname sind beliebte Zweitnamen, die einem kurzen Rufnamen Gewicht geben.
Weitere Namenslisten
- Die 100 beliebtesten Jungennamen 2025
- Seltene Mädchennamen
- Kurze Mädchennamen
- Schöne Mädchennamen
- Amerikanische Mädchennamen





