Der Elo ist eine in Deutschland entwickelte Hunderasse, die von Anfang an als Familienhund gezüchtet wurde. Es gibt ihn als Groß-Elo und als Klein-Elo, jeweils mit rauem oder glattem Fell. Die Rasse ist nicht von der FCI anerkannt. Die gesamte Zucht liegt bei einem einzigen Verein, der Elo-Zucht- und Forschungsgemeinschaft (EZFG e.V.). Wer einen Elo sucht, findet die Züchter deshalb über diesen Verein.
Der Elo im Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Herkunft | Deutschland, Zuchtbeginn 1987 durch Marita und Heinz Szobries |
| Ausgangsrassen Groß-Elo | Eurasier, Bobtail und Chow-Chow (daher der Name: Eurasier, Bobtail, Chow-Chow) |
| Ausgangsrassen Klein-Elo | Pekinese und Kleinspitz, später zusätzlich Japan-Spitz |
| Größe Klein-Elo | bis 45 cm Schulterhöhe, bis ca. 15 kg |
| Größe Groß-Elo | 46 bis 60 cm Schulterhöhe, bis ca. 35 kg |
| Fell | rauhaarig oder glatthaarig |
| Farben | alle Farben erlaubt, bevorzugt weiß mit Flecken; Merle ist von der Zucht ausgeschlossen |
| Zuchtverband | Elo-Zucht- und Forschungsgemeinschaft e.V., gegründet 1993 |
| Anerkennung | nicht FCI-anerkannt |
Bis März 2024 wurden nach Angaben der EZFG 18.847 Elos geboren, davon 16.326 Groß-Elos und 2.521 Klein-Elos. Rund 160 aktive Züchter gibt es in sechs Ländern. Der Klein-Elo ist also deutlich seltener, was längere Wartezeiten bedeuten kann.
Wesen: Was Sie von einem Elo erwarten können
Der Zuchtverband beschreibt den Elo als freundlichen, ausgeglichenen, kindergeeigneten und gelehrigen Familienhund. Laut Rassebeschreibung hat er:
- eine hohe Reizschwelle und ein ruhiges bis mittleres Temperament,
- wenig Neigung zum Bellen,
- ein geringes Jagdverhalten, wobei es Unterschiede zwischen einzelnen Hunden gibt,
- anfangs eine natürliche Zurückhaltung gegenüber Fremden.
Wesensschwäche, stark ausgeprägter Jagdtrieb, übersteigerte Nervosität und Aggressivität schließen einen Hund von der Zucht aus. Das ist ein Zuchtziel, keine Garantie: Wie sich Ihr Hund entwickelt, hängt auch von Sozialisierung und Erziehung ab.
Für wen eignet sich ein Elo?
Laut EZFG passt der Elo zu jungen und älteren Menschen sowie zu Familien, in der Stadt wie auf dem Land. Lange Spaziergänge macht er gern mit, braucht sie aber nicht zwingend.
| Passt gut, wenn Sie … | Überlegen Sie genau, wenn Sie … |
|---|---|
| einen ruhigen Familienhund suchen | einen Hund für Hundesport oder Schutzdienst suchen |
| Kinder haben und einen Hund mit hoher Reizschwelle möchten | regelmäßiges Bürsten eines dichten Fells nicht einplanen wollen |
| bereit sind, auf einen Welpen aus kontrollierter Zucht zu warten | unter einer Hundehaarallergie leiden (siehe unten) |
Elo und Allergie
Im Internet wird der Elo oft als „allergikerfreundlich“ beschrieben. Der Zuchtverband selbst macht dazu keine Angabe. Verbringen Sie als Allergiker vor dem Kauf mehrmals Zeit mit erwachsenen Elos und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Hinweise, wie Sie Allergene zu Hause verringern, finden Sie in unserem Beitrag Allergene in der Wohnung reduzieren: Milben, Tierhaare, Schimmel.
Pflege im Alltag
- Fell: Beide Felltypen sollten regelmäßig gebürstet werden, damit sich keine Verfilzungen bilden. Lassen Sie sich vom Züchter zeigen, welche Bürste zu Ihrem Hund passt.
- Bewegung: Laut Zuchtverband geht der Elo gern auf längere Spaziergänge, ist aber anpassungsfähig. Planen Sie tägliche Spaziergänge und etwas Beschäftigung wie Suchspiele ein.
- Erziehung: Elos gelten als gelehrig. Die anfängliche Zurückhaltung gegenüber Fremden lässt sich laut EZFG durch Training abbauen, etwa in einer Welpenschule.
Gesundheit: Welche Tests die Zucht verlangt
Die EZFG schreibt für Zuchthunde mehrere Untersuchungen vor. Fragen Sie beim Züchter nach den Ergebnissen beider Elterntiere.
| Untersuchung | Regel in der Elo-Zucht |
|---|---|
| Hüftgelenksdysplasie (HD) | Röntgen Pflicht; zur Zucht nur HD-A und HD-B, HD-B nur mit HD-A-Partner |
| Patellaluxation (PL) | Untersuchung Pflicht; zur Zucht nur PL-0 und PL-1, PL-1 nur mit PL-0-Partner |
| Ellbogendysplasie (ED) | Röntgen seit 2016, bisher freiwillig |
| Erbliche Augenerkrankungen | Untersuchung durch spezialisierte Tierärzte, Wiederholung alle drei Jahre |
Zusätzlich wertet der Verein Fälle von exokriner Pankreasinsuffizienz, Schilddrüsenunterfunktion, Epilepsie, Magendrehung und Nabelbrüchen aus, um Zuchtempfehlungen abzuleiten.
Was kostet ein Elo?
Die EZFG gibt ihren Züchtern eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.800 bis 2.200 Euro pro Welpe. Einzelne Züchter können davon abweichen. Dazu kommen laufende Kosten für Futter, Tierarzt, Versicherung und die Hundesteuer Ihrer Gemeinde. Rechnen Sie diese vor dem Kauf für Ihre Situation durch.
So finden Sie einen seriösen Elo-Züchter
- Über den Zuchtverband suchen: Die EZFG veröffentlicht eine Karte aller Zuchtstätten. Ein Elo außerhalb dieser Zucht ist kein Elo im Sinne des Verbands.
- Muttertier sehen: Das Bundeslandwirtschaftsministerium rät, darauf zu bestehen, die Mutterhündin zu sehen.
- Alter prüfen: Welpen dürfen frühestens mit acht Wochen von der Mutter getrennt werden.
- Unterlagen verlangen: Impfungen im Heimtierausweis, Mikrochip, Gesundheitsbefunde der Elterntiere und ein schriftlicher Kaufvertrag mit Namen des Züchters.
- Warnsignale ernst nehmen: Lieferung an die Haustür, mehrere Rassen gleichzeitig im Angebot oder Verkäufer unter Pseudonym.
- Mehrfach besuchen: Gute Züchter laden Sie vor dem Kauf ein, stellen selbst Fragen und bleiben auch danach ansprechbar.
Weitere Beiträge rund um Haustiere finden Sie zum Beispiel in unserem Artikel über Ataxie bei Katzen.








